
Mia Bencun
Contusions
11.10.24 – 13.12.24
ENG
In the new exhibition Contusions, artist Mia Bencun uses natural materials to explore different forms of physicality, value and organic transience. She leaves much to natural chance in her works, as oxidation, casting and decay create unpredictable forms, colour facets and surface aesthetics. The uncontrollable and the organic dimensions of the materials are therefore central aspects of her works. (click for more)
In the new exhibition Contusions, artist Mia Bencun uses natural materials to explore different forms of physicality, value and organic transience. She leaves much to natural chance in her works, as oxidation, casting and decay create unpredictable forms, colour facets and surface aesthetics. The uncontrollable and the organic dimensions of the materials are therefore central aspects of her works. (click for more)
In the G10 Projektraum, the artist presents various new works from her Bruiseseries. The exhibited wall objects consist of natural materials such as latex (made from natural rubber) as well as more durable inorganic ones such as glass and copper. Brownish-yellow, abstract shapes, created by a chemical reaction, writhe in a milky-soft surface. Some areas crack and deform over time; oxidation and slow decay lead to non-figurative traces which resemble abstract paintings. The more time passes, the more the works change and show evidence of their transience. A specific physicality is created by the surface structure: the latex, which bursts in some points, reminds the viewer of skin, frozen liquid or microscopically enlarged viral formations.
Bencun explores concepts of the processual and transitory, i.e. the variable nature of a state. Aspects of metamorphosis and degeneration represent a contrast to the capitalist-influenced art world, where artists try to create something lasting. Bencun, on the other hand, finds beauty in transience and leaves the materials to their natural process of decay.
Mia Bencun (*1990 in Lagos, Nigeria) graduated from the Hochschule für Gestaltung Offenbach in 2019. Her work has been featured in various group exhibitions, including Kunsthalle Darmstadt (2023 and 2017), Museum Angewandte Kunst Frankfurt (2020, 2019 and 2018), Basis Projektraum in Frankfurt (2019), Museum für Moderne Kunst Frankfurt (2018), Opelvillen Rüsselsheim (2018) and Frankfurter Kunstverein (2016). She was awarded the Charlotte Prinz Scholarship of the City of Darmstadt (2021) and the Johannes Mosbach Foundation Scholarship (2019).
DE
In der neuen Ausstellung Contusions untersucht die Künstlerin Mia Bencun mithilfe natürlicher Materialien unterschiedliche Formen von Körperlichkeit, Wert und organischer Vergänglichkeit. In ihren Arbeiten überlässt sie vieles dem Zufall der Natur: Oxidation, Gießprozesse und Verfall erzeugen unvorhersehbare Formen, Farbnuancen und Oberflächenstrukturen. Das Unkontrollierbare sowie die organischen Eigenschaften der Materialien bilden daher zentrale Aspekte ihres künstlerischen Ansatzes. (klick für mehr)
In der neuen Ausstellung Contusions untersucht die Künstlerin Mia Bencun mithilfe natürlicher Materialien unterschiedliche Formen von Körperlichkeit, Wert und organischer Vergänglichkeit. In ihren Arbeiten überlässt sie vieles dem Zufall der Natur: Oxidation, Gießprozesse und Verfall erzeugen unvorhersehbare Formen, Farbnuancen und Oberflächenstrukturen. Das Unkontrollierbare sowie die organischen Eigenschaften der Materialien bilden daher zentrale Aspekte ihres künstlerischen Ansatzes. (klick für mehr)
Im G10 Projektraum präsentiert die Künstlerin verschiedene neue Arbeiten aus ihrer Serie Bruise. Die ausgestellten Wandobjekte bestehen aus natürlichen Materialien wie Latex (aus Naturkautschuk) sowie beständigeren anorganischen Materialien wie Glas und Kupfer. Braun-gelbe, abstrakte Formen, die durch eine chemische Reaktion entstanden sind, winden sich auf einer milchig-weichen Oberfläche. Einzelne Bereiche reißen auf und verformen sich im Laufe der Zeit; Oxidation und langsamer Zerfall hinterlassen nicht-figurative Spuren, die an abstrakte Malerei erinnern. Mit zunehmender Zeit verändern sich die Arbeiten und legen ihre eigene Vergänglichkeit offen. Die besondere Körperlichkeit der Oberflächenstruktur entsteht durch das Material selbst: Das an manchen Stellen aufplatzende Latex erinnert an Haut, gefrorene Flüssigkeit oder mikroskopisch vergrößerte virale Strukturen.
Bencun beschäftigt sich mit dem Prozesshaften und Transitorischen – also mit der Veränderlichkeit eines Zustands. Aspekte der Metamorphose und des Zerfalls stehen dabei im Kontrast zu einer kapitalistisch geprägten Kunstwelt, in der Künstler*innen häufig versuchen, dauerhafte Werke zu schaffen. Bencun hingegen findet Schönheit in der Vergänglichkeit und überlässt die Materialien ihrem natürlichen Prozess des Verfalls.
Mia Bencun (*1990 in Lagos, Nigeria) schloss 2019 ihr Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach ab. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt, darunter in der Kunsthalle Darmstadt (2023 und 2017), im Museum Angewandte Kunst Frankfurt (2020, 2019 und 2018), im Basis Projektraum in Frankfurt (2019), im Museum für Moderne Kunst Frankfurt (2018), in den Opelvillen Rüsselsheim (2018) sowie im Frankfurter Kunstverein (2016). Sie erhielt das Charlotte-Prinz-Stipendium der Wissenschaftsstadt Darmstadt (2021) sowie das Stipendium der Johannes-Mosbach-Stiftung (2019).
Text: Carolina Maddè
Photography: Nils Heck
Photography: Nils Heck
