
Carlotta Stolberg
Dreamer, not like the movie title
16.08. 24 - 27.09.24
ENG
In her exhibition Dreamer, not like the movie title, Carlotta Stolberg explores the fluid boundaries between truth, dreams and memories. Through various exhibited elements, she creates a delicate composition with which the artist questions her very personal approach to (sub)conscious experiences: how can the past be remembered, how can the process of dreaming be made tangible? With this exhibition, G10 Projektraum becomes a narrative space for the stories of dreams; for the questions that must not be forgotten. (click for more)
In her exhibition Dreamer, not like the movie title, Carlotta Stolberg explores the fluid boundaries between truth, dreams and memories. Through various exhibited elements, she creates a delicate composition with which the artist questions her very personal approach to (sub)conscious experiences: how can the past be remembered, how can the process of dreaming be made tangible? With this exhibition, G10 Projektraum becomes a narrative space for the stories of dreams; for the questions that must not be forgotten. (click for more)
The origin of this exhibition is a dream diary that the artist has created digitally via audio recordings shortly after waking up. In this diary, she quietly captures various dreams, forming partly incoherent narratives and describing scenes that she can no longer remember afterwards. Stolberg shares these lived moments with the public by playing sound from three Cassis Rufa shells. Instead of the sound of the sea, visitors can hear intimate, whispered narratives from the artist as they approach the objects. These bulbous, knotty shells are in contrast to the elements on which they are mounted: smooth polished wooden objects in the shape of a clef; or a filigree, shiny metallic music stand. Stolberg adds a mousegrey, light-absorbing curtain to the installation, which is lifted at regular intervals by a repeating gust of wind.
In contrast to Sigmund Freud's interpretation of dreams, Stolberg's exhibition is not about uncovering a hidden meaning in the dream narratives, but rather an attempt to understand one's own perception. Her installation does not impose itself to the viewer. The elements that can be experienced, such as sound or the moving curtain, only become recognisable upon closer inspection and proximity. The narratives selected for the exhibition are evidence of memories that are just as selective as our own individual perceptions.
Carlotta Stohlberg (*1998 in Düsseldorf) completed her studies in Fine Arts and Design at the Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam in 2022.
DE
In ihrer Ausstellung Dreamer, not like the movie title untersucht Carlotta Stolberg die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit, Träumen und Erinnerungen. Mithilfe verschiedener ausgestellter Elemente schafft sie eine fragile Komposition, in der die Künstlerin ihren sehr persönlichen Zugang zu (un)bewussten Erfahrungen hinterfragt: Wie lässt sich Vergangenes erinnern? Wie kann der Prozess des Träumens erfahrbar gemacht werden? Mit dieser Ausstellung wird der G10 Projektraum zu einem narrativen Raum für Geschichten von Träumen – für Fragen, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. (klick für mehr)
In ihrer Ausstellung Dreamer, not like the movie title untersucht Carlotta Stolberg die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit, Träumen und Erinnerungen. Mithilfe verschiedener ausgestellter Elemente schafft sie eine fragile Komposition, in der die Künstlerin ihren sehr persönlichen Zugang zu (un)bewussten Erfahrungen hinterfragt: Wie lässt sich Vergangenes erinnern? Wie kann der Prozess des Träumens erfahrbar gemacht werden? Mit dieser Ausstellung wird der G10 Projektraum zu einem narrativen Raum für Geschichten von Träumen – für Fragen, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. (klick für mehr)
Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein Traumtagebuch, das die Künstlerin digital in Form von Audioaufnahmen unmittelbar nach dem Erwachen erstellt hat. In diesem Tagebuch hält sie leise verschiedene Träume fest, die teilweise zusammenhangslose Erzählungen bilden und Szenen beschreiben, an die sie sich später nicht mehr erinnern kann. Stolberg teilt diese erlebten Momente mit dem Publikum, indem sie die Tonaufnahmen über drei Cassis-Rufa-Muscheln wiedergibt. Statt des Meeresrauschens hören Besucher*innen beim Annähern an die Objekte intime, geflüsterte Erzählungen der Künstlerin. Die wuchtigen, knorrigen Muscheln stehen dabei im Kontrast zu den Elementen, auf denen sie befestigt sind: glatt polierte Holzobjekte in Form eines Notenschlüssels sowie ein filigraner, glänzender Metallständer für Notenblätter. Ergänzt wird die Installation durch einen mausgrauen, lichtabsorbierenden Vorhang, der in regelmäßigen Abständen durch einen wiederkehrenden Luftstoß angehoben wird.
Im Gegensatz zu Sigmund Freuds Traumdeutung geht es Stolberg in ihrer Ausstellung nicht darum, eine verborgene Bedeutung in den Traumerzählungen aufzudecken, sondern vielmehr darum, die eigene Wahrnehmung zu verstehen. Ihre Installation drängt sich den Betrachtenden nicht auf. Die erfahrbaren Elemente – wie der Klang oder die Bewegung des Vorhangs – erschließen sich erst bei genauerer Betrachtung und durch räumliche Nähe. Die für die Ausstellung ausgewählten Erzählungen zeugen von Erinnerungen, die ebenso selektiv sind wie unsere individuelle Wahrnehmung.
Carlotta Stolberg lädt das Publikum dazu ein, in ihre Welt der Träume einzutauchen und sich auf die Flüchtigkeit ihrer imaginären Momente einzulassen.
Carlotta Stolberg (*1998 in Düsseldorf) schloss 2022 ihr Studium der Bildenden Kunst und Gestaltung an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam ab.
Text: Carolina Maddè
Photography: Nils Heck
Photography: Nils Heck
